„Das kam jetzt ein bisschen überraschend!“ – So verblüfft reagierte Alina Kratwold, Klasse 6c, als ihr Name als Sieger des Kreisentscheides des alljährlichen Vorlesewettbewerbes verkündet wurde.

Miltenberg, halbig-Buchhandlung, Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs, Alina Kratwold Foto: Annegret Schmitz BU: Die beste Vorleserin im landkreis Miltenberg ist die elfjährige Alina Kratwold, die in Kirschfurt zuhause ist.

Miltenberg, halbig-Buchhandlung, Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs, Alina Kratwold
Foto: Annegret Schmitz
BU: Die beste Vorleserin im Landkreis Miltenberg ist die elfjährige Alina Kratwold, die in Kirschfurt zuhause ist.

Dieser findet bundesweit statt. Alina setzte sich beim Wettbewerb des Kreises Miltenberg in der Buchhandlung Halbig-Schönigh  gegen 12 Vertreter weiterer Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien durch und darf damit den Kreis Miltenberg beim Bezirksentscheid vertreten.

 

Der Sieg kam für sie völlig unerwartet, denn so musste sie kurz schlucken, als sie die neun anderen Schulsieger samt Elternteile und auch die eine oder andere Deutschlehrerin sah. Als Unterstützung hatte sie ihre Mutter und ihre Deutschlehrerin Frau Repp dabei. Die Buchhandlung Halbig hatte für den Wettbewerb extra geschlossen und die obere Etage hergerichtet und so für eine gemütliche Atmosphäre geschaffen. Alle jeweiligen Lesekönige mussten sich einer fünfköpfigen Jury stellen.

 

Diese Situation kannte Alina ein wenig. Bereits im Dezember stellten sich sie und zwei weitere Vertreterinnen der 6. Klassen der Jury der Johannes-Hartung-Realschule, bestehend aus drei Deutschlehrern, der Schulleiterin Frau Bundschuh, dem stellvertretenden Schulleiter Herrn Wedl sowie Frau Braunwarth (Buchhandlung Casa Rossa).  Alina gewann schließlich und durfte nun die Schule beim Kreisentscheid vertreten. In ihrer Klasse übte sie vor dem anstehenden Wettbewerb zweimal. Ihre Mitschüler und Mitschülerinnen gaben ihr hier noch einmal wertvolle Tipps.

 

Trotzdem war sie in der Buchhandlung Halbig sehr aufgeregt, vor allem als sie feststellte, dass sie bereits als zweite ihren Text präsentieren muss. Völlig souverän stellte sie jedoch sich selbst und ihr Buch vor. Als sie vorlas hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Auch ihre Mitbewerber trugen mit Bravour ihre ausgewählten Texte aus ihren Lieblingsbüchern vor. Nach einer kurzen Pause sollte ein fremder Text vorgelesen werden. Ausgewählt wurde hierfür „Sommer in Sommerby“ von Kirsten Boie. Darin kamen schwierige englische Wörter wie „Flatrate“ oder „Router“ vor. Dies stellte für Alina kein Problem dar, musste sie doch im Fremdtext beim Schulentscheid viele italienische Wörter vorlesen. Bewertet wurden außerdem Lesetechnik und die Interpretation. Die Lesekönigin der Johannes-Hartung Realschule konnte ihre Textstelle besonders sinntragend und lebendig vortragen.

 

Aber in diesem Jahr waren außergewöhnlich viele gute Vorleser dabei. Die Jury zog sich zurück, die Aufregung stieg je länger die Beratung dauerte. Jeder Schulsieger erhielt zunächst eine Urkunde über die Teilnahme am Wettbewerb und durfte natürlich stolz auf sich sein, vor so einem großen Publikum vorgelesen zu haben. Dann wurde es noch einmal spannend und schließlich Alinas Name aufgerufen. Das kam tatsächlich ein wenig überraschend, denn die Konkurrenz war sehr groß.

 

Sie darf sich nun über ein weiteres Buch freuen und den Kreis Miltenberg auf Bezirksebene vertreten.

Dazu gratulieren ihr alle Mitglieder der Schulfamilie recht herzlich.

V.

Repp